Wie verhält es sich mit einem Firmenfahrrad?

Welche Möglichkeiten gibt es, wenn ein Mitarbeiter ein Firmenfahrrad abkaufen möchte?

Dienstfahrräder/Firmenfahrräder

Für den Zeitraum vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2030 bleibt der geldwerte Vorteil, der aus der Privatnutzung eines Firmenfahrrades entsteht, das zusätzlich zum laufenden Arbeitsentgelt vom Arbeitgeber dem Arbeitnehmer unentgeltlich oder vergünstigt überlassen wird, steuerfrei (§3 Nr. 37 EStG) und sozialversicherungsfrei. Dies gilt für normale Fahrräder und Elektrofahrräder.

Die 1% Regelung entfällt für diesen Zeitraum.

Anders verhält es sich, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein gelaestes Firmenfahrrad zur Verfügung stellt und der Arbeitnehmer dafür Leasingraten zahlt, durch Arbeitsentgelt kommt die Steuerbefreiung nicht zum Ansatz. Der private Nutzwert wird hier mit der 0,25% Regelung ermittelt. Durch den Arbeitsentgeltverzicht sinkt das steuer- und sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt um die Leasingrate.

Kauft der Arbeitnehmer das gelaeste Firmenfahrrad am Ende der Laufzeit vom Leasinggeber (einem Dritten) zu einem geringeren Endpreis als ortsüblich, entsteht ein geldwerter Vorteil, dieser kann mit einer Pauschalsteuersatz von 30% (lt. §37b EStG) zzgl. Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer versteuert werden. (Soli entfällt ab dem Jahr 2021)

Bitte immer mit dem Steuerberater abklären.

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